Gesunde Ernährung beginnt im Kopf



Gesunde Ernährung beginnt im Kopf Die Entscheidung, sich gesund ernähren zu wollen, kann über Nacht getroffen werden. Doch die Gewöhnung des Körpers an diese neue Situation, erfolgt nicht über Nacht. Besonders dann nicht, wenn der eigene Körper über Jahrzehnte hinweg nur Ungesundes zu sich genommen hat und ihm nicht bekannt ist wie eine Tomate oder Paprika schmeckt. Das ist ein ganz gewöhnlicher Prozess, der seine Zeit braucht und gerade die erste Zeit kann mehr Kampf als Genuss des Essens sein. Hat man früher gerne große Portionen gegessen, isst man dann lieber kleinere Portionen, weil der Körper das Essen ohne Fett nicht mag.

Niemand kann versprechen, dass es einfach wird, aber es wird mit der Zeit besser werden, dieses Versprechen kann ich geben. Sehr ähnlich hält es sich mit den ersten Sportversuchen. Auch hier ist es ein Prozess der Gewöhnung, der seine Zeit benötigt.

Und immer wieder wird es Momente geben, wo man gerne aufgeben möchte und sich einfach nur die Frage stellt: Wozu mache ich das eigentlich? Wenn man mit einer Sportart oder Muskelaufbau Ernährung beginnen möchte, dann darf es nur eine Person geben für die man das macht. Diese Person muss man selbst sein. Sich für jemand anderen ändern zu wollen, ist der falsche Weg. Man muss das immer nur für sich selbst wollen.

Unser Verhalten wird von unseren Gedanken beeinflusst. Doch manchmal ist eben dieses Verhalten nicht richtig. Besonders am Anfang spürt man Schmerz und Erschöpfung sehr stark. Vielleicht hilft dann die Überlegung, dass Schmerz eigentlich etwas Gutes ist. Warum? Das ist leicht zu erklären. Der Schmerz ist schließlich nur ein Impuls unseres Gehirns, der uns damit sagen möchte, dass etwas nicht stimmt. Schmerz zu empfinden ist für den Körper sehr wichtig, um zu bemerken, dass unsere Hand auf einer heißen Kochplatte liegt, dass wir uns beim Schneiden mit einem Messer verletzt haben oder dass wir an einer Krankheit leiden und dringend etwas dagegen machen müssen, um keine Schäden davon zu tragen. Der Schmerz ist eine Warnung an unseren Körper. Und das Beste ist, dass es möglich ist, Schmerz auszublenden.

Einige mitunter sehr schwer zu erlernende Techniken lassen Schmerz schwächer werden oder ganz verschwinden. Ein sehr simples Beispiel zeigt bereits wie stark unser Schmerz an unsere Wahrnehmung gebunden ist. Wir führen eine Tätigkeit durch, bei der wir uns verletzen. Sobald uns die Verletzung bewusst wird, wir sie also wahrnehmen, taucht der Schmerz das erste Mal auf bzw. er beginnt sich zu verstärken. Konzentriert man sich extrem stark auf eine Sache, rückt der Schmerz in den Hintergrund.

Konzentriert man sich dagegen auf den Schmerz, verstärkt sich dieser ganz automatisch. Das mag einfach klingen, ist aber tatsächlich nicht ganz so einfach. Um sich von einem wirklich starken Schmerz abzulenken und ihn somit viel schwächer wahrzunehmen, benötigt man eine besonders intensive Ablenkung. Dieser Gedanke der Ablenkung liegt wohl hinter der raffinierten Strategie eines Arztes, wenn er einem Kind vor dem Geben der Spritze etwas Süßes schenkt.